Covid und Psyche

  • Hallo Zusammen, ich möchte euch ermuntern auch über euere seelischen Empfindungen während oder erst durch die Coviderkrankung euch auszutauschen. Leidet die Seele, leidet auch der Körper und umgekehrt. <3

  • Guten Morgen,

    Mich belastet die Erkrankung psychisch sehr, Hauptgrund dafür ist,dass mein Umfeld mit Unverständnis reagiert.

    Ich werde als Hypochonder dargestellt und es wird von mir erwartet das ich funktioniere.

    Das ist für oftmals schlimmer als die täglichen schmerzen, welche natürlich durch den psychischen Stress verstärkt werden.

    Dies ist ein Teufelskreis.

    Eine Zeitlang dachte ich wirklich das ich psychisch krank bin und mir alle symthome nur einbilde.

    Nach wie vor habe ich keine gesicherte Diagnose.

    Ich werde einfach von Arzt zu Arzt weitergereicht.

    Jetzt muss ich wieder an den Ausgangspunkt zurück, der Hausarzt.

    Ich habe seit der 2ten Impfung Beschwerden, das ist nun schon über ein Jahr her.

    Die Liste der gesundheitlichen Beschwerden ist lang, sie reicht von Neurologischen ausfallerscheinungen bis hin zu Sehstörungen, lähmungserscheinungen, Muskeln und Gelenkschmerzen, Atembeschwerden, chronische Müdigkeit, Probleme mit der Verdauung, Schlafstörungen, kurz um die komplette Bandbreite.

    Ich habe mich trotzdem boostern lassen, danach verschlimmerten sich die Beschwerden kurzzeitig wieder.

    Damals stellte ich für mich persönlich einen Zusammenhang her und begann zu recherchieren.

    Im April diesen Jahres infizierte ich mich dann mit dem Corona Virus und seither habe ich das Gefühl körperlich immer mehr abzubauen.

    Meine Frage ist nun, wie komme ich zu einer Diagnose und vor allem, das wichtigste was für Therapiemöglichkeiten gibt? Wo finde ich Hilfe?

    Liebe Grüße

    M.Oesterle

  • Hallo Mareike,


    mir geht es ähnlich wieder dir, mit dem Unterschied, dass mir - bislang - nach der 2. Impfung am schlechtesten ging. Damals gab es auch noch keine Berichte zu Nebenwirkungen, so dass ich fest überzeugt war, einen Hirntumor zu haben. Daher war ich sehr glücklich, dass es "nur" andere Probleme sind.

    Auch ich habe mich boostern lassen, und die Probleme begannen von vorne. Corona habe ich trotzdem nach 6 Wochen bekommen. Vier Wochen ging es mir sehr schlecht und danach immer wieder schwere Rückschläge. Trotzdem ging es bergauf, sehr langsam- aber die Abstände der Rückfälle wurden größer.

    Nun habe ich mich vor 2 Wochen wieder infiziert, anfangs ging es mir sogar besser als im letzten Jahr, aber nun geht es jeden Tag bergab.

    Ich hoffe, trotzdem, dass es nicht so schlimm wird.


    Mein Umfeld ist zum Glück mitfühlender. Im Gegensatz zu manchem Arzt. Die Diagnostik brachte nämlich nichts, MRT, EKG, Blut, Augenarzt, Gastroenterologe - alles unauffällig. Nur etwas zu wenig Vitamin D und sehr wenig B12 (ich bin kein Vegetarier/Veganer)

    Mir hat eine Ärztin aber vier Wochen einen etwas höher dosierten Vitamin B-Komplex empfohlen, dass soll den Nerven helfen. Ich nehme Vitamin D und seit einigen Monaten CBD und Melatonin, das hilft beim Schlafen und ein wenig gegen das "Nervenzittern".

    ...und gesundes Essen und eine Darmkur. Ich habe nämlich zwischenzeitlich fast nichts mehr gegessen und das hat zu einem starken körperlichen Abbau geführt.


    Neurologisch kann man momentan leider nicht viel machen. Die einzige Empfehlung ist viel trinken - ein Witz.

    Eine Bekannte hat die gleichen Probleme, wie du und ich, war bei einem besseren Neurologen und auch in der LongCovid-Ambulanz. Die haben ihr die ganze Hintergründe erklärt, aber für uns gibt es leider nichts.

    Wenn du starke Lähmungserscheinungen hast, würde ich in eine neurologische Ambulanz gehen. Gegen manche Sachen, gibt es natürlich auch Mittel.

    Gegen die Atemprobleme helfen Atemübungen.

    Falls du noch nicht krankgeschrieben bist, lass dich krankschreiben.

    Bei welchen Ärzten warst du denn schon?

    Wenn dir keiner glaubt, auch kein Arzt, versuche einen Termin in einer psychosomatischen Klinik/Ambulanz zu bekommen. Da schickte mich meine Neurologin hin.... - da ich mir alles einbilde.

    Aber ich wollte dort trotzdem hin, in der Hoffnung, dass mir irgendwer hilft. Aber es wurde dann doch langsam etwas besser.


    Viele Grüße

    Kathi

  • Hallo Zusammen,

    ich bin neu in diesem Forum und möchte nachfragen, ob jemand Informationen hat, ob eine Impfung zur Verschlechterung von post Covid führt.

    In diesem Chat schreibt Ihr von Symptomen nach der Impfung. Hattet Ihr davor schon Probleme durch den Virus oder sind Eure Beschwerden erst durch die Impfung entstanden ?

    Wäre schön, wenn mir jemand Erfahrungen mit dem Thema hätte.

  • Hallo Anika,


    ich hatte vor der Impfung kein Corona. Und erst nach der 2. Impfung lange und starke Nebenwirkungen, die aber kontinuierlich besser wurden. Nach dem Booster kamen die Symptome zurück, ...und nach Corona kamen weitere hinzu.


    Und jetzt, ca. 3 Wochen nach meiner 2. Infektion, geht es mir zwar besser als nach den Impfungen und der 1. Corona-Infektion, aber schlechter als vor der 2. Infektion.


    Für mich kommt eine Impfung daher nicht mehr in Frage.


    Wahrscheinlich kann dir das auch vorher niemand sagen, ob die Impfung bei dir hilft. Bei einigen soll das Ankurbeln des Immunsystems tatsächlich die Symptome gebessert haben. ...und andere wurden weit zurückgeworfen.

    Das kommt wahrscheinlich auf die Ursache deiner Beschwerden an.


    Welche Probleme hast du denn?


    Viele Grüße und gute Besserung

    Kathi

  • Ich war zuerst erkrankt und wurde dann zweimal geimpft, einmal Biontech, einmal Moderna, gelte also als geboostert.

    Nach der ersten Impfung hat sich bei mir nichts verändert, aber nach dem Booster ging es bei mir ganz deutlich bergab und wurde seither (1/2022) auch nicht wirklich wieder besser, eher im Gegenteil. Für mich kommt eine weitere Impfung auf keinen Fall in Frage.

    Hab irgendwo mal ein Interview mit der Jördis Frommhold von der Rehaklinik Heiligendamm gesehen und da meinte sie, sie würde nicht in bestehende Post Covid Beschwerden hineinimpfen.

  • Unser Sohn (19) ist seit zwei Jahren erkrankt. Da er im medizinischen Bereich tätig war, wurde er (vor einem Jahr) auch geboostert. Das war eine schlechte Entscheidung. Seit dem geht es ihm immer schlechter.


    Wichtig ist, besonders für dich Mareike, und allen die nicht Ernst genommen werden, in eine Corona Ambulanz zu kommen. Das haben wir auch erst vor kurzem geschafft. Die bestätigen einem, was man alles hat und die Durchführung der Therapieansätze macht der Hausarzt. Wir haben den Hausarzt gewechselt (mehrmals) und haben jetzt einen engagierten jungen Arzt, der sich mit der Krankheit auseinandersetzt. Das ist schon mal hilfreich.


    Wenn man es in eine Corona-Ambulanz schafft, bekommt man anscheinend schneller Hilfe und so hat unser Sohn jetzt einen Termin in der Psychiatrie und Psychotherapie. Bin gespannt, wie es sich entwickelt.


    Es muss jetzt endlich wieder bergauf gehen.


    Ich wünsche allen gute Besserung und verständnisvolle geduldige Menschen an eurer Seite


    Viele Grüße


    Claudia

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    Guten Tag Claudia,


    durfte dein Sohn schon mal in eine Reha? Falls es noch angedacht ist, schau gerne mal bei unseren Kooperationen/ Netzwerk , ( Hegaujugendwerk, Gailingen)nach . Die Klinik, sowie die Ärzteschaft ist mir persönlich bekannt. Sie ist speziell für Kinder und Jugendliche ausgerichtet, deshalb findet man auch eine Berufstherapie sowie eine Schule vor.


    Gute Besserung euch!


    Gruß

    Karola

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