Ungewisse Zukunft

  • Hallo an alle,

    Ehrlich gesagt fühle ich mich sowas von Down weil ich von meinem Hausarzt immer höre; ich muss Geduld haben und mehr kommt nicht.

    Es hat bei mir am 01.08.2022 mit positiven Corona Test angefangen.Obwohl ich 3 mal geimpft war,wr ich 10 tage Positiv mit mildes Verlauf.Als ich dann negative war,hat es mich umgehauen.1 tag danach Schüttelfrost,schwitzen,hohes fiber.Bis Krankenwagen kam hatte ich nur noch hohes Fiber von 40 grad trotz Paracetamol genommen.Wurde gesagt ja wir sollen es weiterhin beobachten.Nächsten tag das volle programm wieder.Diesmal sind wir direkt zum Krankenhaus gefahren.Dort wieder trotz Paracetamol Fiber 41 grad und dort wurde ich wieder positiv getestet.Ich musste 6 tage in Krankenhaus bleiben.Ich wurde dann mit prostatitis Entzündung und positiven Corona entlassen weil es mir besser ging.Seitdem hatte ich am Anfang dieses abgeschlagenheit,schnelles Müdigkeit.Mit der zeit bemerkte ich das ich Konzentrationsschwäche habe und ganz einfache sachen vergesse wie Wörter.Es ist schon belastend jede Woche zum Arzt zugehen und gleiche sachen zu besprechen.Lungenspezialist fand keine fehl funktion und Gehirn CT war auch OK.Ich bin am ende mit meinem Latein und jeder Tag ohne Lösung gefährdet mein Job und meine zukunft.

    Sorry wenn ich durcheinander alles geschrieben habe.Es gibt bestimmt viele die in meinem Situation sind und selber grosses Zukunft Angst haben.

  • Hallo Claudi,

    Wollte jetzt unbedingt eine Reha beantragen .Mein Hausarzt meinte ich soll das durch Lungenspezialist machen aber da kommt man sehr schwer an denn Arzt ran.Habe heute endlich durch denn Zischtausend Formulare die richtigen gefunden und ausgefüllt.Was Hausarzt ausfüllen muss habe icg auch abgegeben und werde es am Montag ausgefüllt holen um alles zusammen bei Deutsche Rentenversicherung abzugeben.Ich hoffe das es genehmigt wird und das ich mich dort langsam wieder aufbauen kann um wieder arbeiten zu können.Also ich muss weiterhin geduld haben und hoffen.

  • Hallo,

    Ich schlage mich seit September herum, vor allem mit Müdigkeit, fehlender geistiger und körperlicher Belastbarkeit und Kurzatmigkeit. In eine Reha würde ich auch gerne gehen. Hast du schon einen Tipp für eine gute Klinik erhalten? Meine Ärzte sind da ratlos bzw. mein Lungenarzt hat Bad Reichenhall empfohlen. Das ist für mich aber zu weit weg.


    Viele Grüße


    Nele

  • Hallo Nele,

    Ehrlich gesagt keine Ahnung welches Reha oder wo man uns helfen könnte. Ich hoffe erstmal um eine Genehmigung diesbezüglich Reha und dann wollte ich mir die Kliniken durchschauen. Ich wohne in Ludwigshafen und da ist eine.

    Long COVID Reha - ZAR Ludwigshafen am Klinikum: Nanz Medico

    Was so alles dort steht hört sich gut an und genau was mir helfen könnte.Hoffe das es dann sein darf.

    Wünsche dir viel Erfolg erstmal bei dem Antrag für Reha und dann bei der suche bei einem guten Klinik.

  • Danke für die schnelle Antwort! Ludwigshafen wäre von der Entfernung her tatsächlich interessant, aber ich würde eine stationäre Reha bevorzugen. Ich hatte mal Heidelberg in den Blick genommen.

    Aber Du hast sicher Recht: erst muss das mal bewilligt sein...


    Wenn sonst jemand einen Tipp hat, nehme ich diesen gerne.


    Viele Grüße


    Nele

  • Ich glaube bei einem Reha ist es auch wichtig was die Schwerpunkte sind.Wenn jemand mehr Atembeschwerden hat wäre fatal bei einem Reha mit psyhololigischen Schwerpunkt.Hoffe das ich nichts falches sage,das sind nur meine Meinungen.

  • Hallo,

    Von Heidelberg habe ich auch schon Gutes gehört.

    Ich selbst war im Dezember 2021 in der Albert Schweitzer Klinik in Königsfeld. Es hat mir sehr gut gefallen dort, Umgebung, Therapeuten, etc. Im Nachhinein würde ich allerdings sagen, dass das Programm dort für die meisten Post Covid Patienten zu straff war, wenig pacing. Ich weiß nicht in wieweit man diesbezüglich inzwischen dazu gelernt hat….

    Liebe Grüße

    Claudi

  • Oh, danke, Königsfeld habe ich auch im Blick. Ich würde doch sehr hoffen, dass Pacing inzwischen in den Rehas grundlegend beachtet wird!

    Für den Moment halte ich mich leider noch nicht für Reha-fähig, da mir nach kurzer Zeit mit FFP2-Maske schwindelig wird. Sie den ganzen Tag, auch auf dem Ergometer usw. tragen zu müssen, schaffe ich nicht.


    LG

    Nele

  • Es ist wirklich schwer mit dieser Krankheit zu leben und damit um zu gehen.Wenn es mir 1-2 tage gut geht,denke ich toll langsam geht es voran aber prompt ist es nächsten Tag das gegenteil und alles fängt wieder neu an.Das ist auch eine grosse Belastung auf die Nerven.Seit tagen liege ich wieder Erschöpft rum und jeder Tag der so vergeht tut mir am Herzen Leid.

    Dazu kommt wieder dieses Problem mit Anträge,Formulare,lange Wartezeiten für entscheidungen zu bekommen u.s.w.

    Wirklich,ooooohhhhhmmmmm momente sind gefragt für uns alle.

  • Hallo Tati,


    das kenne ich gut und es nervt wirklich! Meine Hausärztin sagte mir beim letzten Besuch "Bleiben Sie zuversichtlich.". Ich versuche, das umzusetzen. Eine Mitbetroffene gab mir den Rat, an den schlechten Tagen nicht zu hadern, sondern sich über die davor gehabten guten Tage zu freuen. Und positiv anzunehmen, dass der Körper sich mit dem Rückschritt in Schutz vor Überlastung nimmt (statt den Rückschritt als "Bestrafung" zu sehen).

    Aber das geht mal besser und mal schlechter. Ich finde dieses Austesten der Grenzen unglaublich schwer. Und wenn ich einen guten Tag hatte, will ich natürlich mehr davon!!

    Alles Gute für dich und Ommmmmm, auch wenn es schwer fällt,


    Nele

  • Hallo Nele und Tati,

    ihr sprecht mir so komplett aus dem Herzen!

    Jedesmal, wenn es mir eine Weile besser geht bin ich regelrecht euphorisch, nur um dann in ein umso tieferes Loch zu fallen, wenn es wiedermal abwärts geht.

    Das geht jetzt seit eindreiviertel Jahren so und ich kann das mit der Geduld eigentlich nicht mehr hören. Ich hab keine mehr, sie ist aufgebraucht….

    Und trotzdem: man muss ja Hoffnung haben und sich zum vorwärts schauen zwingen…

    Liebe Grüße

    Claudi

  • Hallo Bianca,

    Tja Hoffnung auf Tabletten habe ich nicht weil die Symptome bei jedem amders ist.

    Es müsste Spezielle Ärzte geben die sich nur um solche Patienten intensiv kümmern und kontrolieren.

  • Hallo Tati,

    es fällt mir halt schwer, zu akzeptieren, dass ich nicht mehr arbeiten kann und an vielem nicht teilhaben kann. Außerdem habe ich Angst, dass es weiter schlechter wird. Am Heilig Abend hsbe ich Kartoffeln gekocht und Plätzchen ausgestochen. Sonst hat alles mein Mann gemacht. Abends bin ich zum Essen und zur Bescherung aufgestanden und dann noch in die Chritmette gegangen. Die Folge: Den ersten Weihnachtsfeiertag habe ich komplett im Bett verbracht. Meine Hoffnung ist, dass durch die große Anzahl von Menschen mit Long und Post Covid, auf der ganzen Welt geforscht wird. Da erscheint es mir fast unmöglich, dass nicht eines Morgens ein kluger Kopf aufsteht, dem die rettende Idee kommt, an der dann Wissenschaftler aus der ganzen Welt weiter forschen.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt, sagt man...

    Aber bis dahin geht es mir genauso, das lange Warten auf die jeweiligen Arzttermine kostet Nerven. Wenn Sie weiter weg sind, weiß ich auch gar nicht, wie ich da hinkommen soll...

    Da tut es gut, im Forum mal die Luft raus zu lassen. Geteiltes Leid ist halbes Leid.

    In diesem Sinne dir und allen Leidensgenossen/ innen trotz allem frohe Weihnachten.

  • Hallo zusammen,

    es ist schön zu lesen, dass es euch auch so geht wie mir. Neulich hatte ich mal fast drei gute Tage hintereinander und dachte schon, der Spuk sei vorbei. Am nächsten Tag war dann wieder alles beim Alten.

    An guten Tagen quält mich zudem oft ein schlechtes Gewissen, dass ich nicht arbeiten gehe und der Gedanke, dass mir die Leute, denen ich an solchen Tagen begegne, gar nicht glauben, dass mir überhaupt etwas fehlt und sie denken, dass ich nur markiere. Dass zumindest mein Vorgesetzter bei der Arbeit davon ausgeht steht für mich fest. Von ihm habe ich so gute Ratschläge bekommen wie "Du musst dir nur positive Gedanken machen." oder Kommentare, dass es am Alter und am Übergewicht läge, wenn man kaputt sei. So ginge ihm das ja auch. An Tagen, an denen es mir schlecht geht, fühle ich mich dann wenigstens darin bestärkt, dass ich zurecht krank geschrieben bin.


    Alle setzen nun auf meine Reha, die am 17.01. beginnt und denken, damit sei dann alles vorbei und ich könne wieder zur Arbeit gehen. Aber ich habe da so meine Zweifel. Warten wir es ab.

  • Hallo Merlind,

    genau solche Gedanken habe ich auch! Die armen Kollegen, vielleicht ginge es ja doch mit dem Arbeiten, wenigstens ein bisschen, ich "hab ja nix". Und dann bin ich nach einem Spaziergang fix und fertig und vor mir selbst gerechtfertigt, dass ich eben wirklich nicht arbeitsfähig bin. Jou, ich kann zwar fast alle normalen Dinge tun, aber nur langsam, nicht lange und mit großen Pausen...

    Weihnachten war zwar nicht viel los bei uns, aber trotzdem anstrengend und ich bin mal gespannt, wie es morgen sein wird.


    Ich werde wohl im Februar in Reha sein und sowohl ich als auch die Kollegen haben große Erwartungen, dass das danach wieder gut ist. Meine Zweifel daran behalte ich für mich....und hoffe, dass die medizinische und psychologische Betreuung in der Reha mir mit der Frage, wann ein Wiedereinstieg sinnvoll ist und wo meine Grenzen dafür liegen, weiterhelfen kann.


    Danke für den Austausch hier!


    LG


    Nele

  • Hallo.

    Ich schreibe wieder mal von einem schlaflosen Nacht.Thema Schlaf-schlafen ist auch so ein nervendes Situation.Seitdem ich Corona hatte kann ich mich nicht erinnern das ich mal die Nacht durch schlafen konnte.

    Langsam habe ich das Gefühl das diese Krankheit ein Raten Schwanz ist weil jedes Symptom beeinflusst denn anderen Symptom.

    Heute musste ich mal mit Auto kurz los fahren und wollte zu mein Auto.Bin zu dem Punkt gelaufen wo ich fest der Meinung war das ich mein Auto dort geparkt habe.Mmmhhh Auto war nicht dort,ich dachte entweder wurde es geklaut oder abgeschleppt.Ich war kurz davor die Polizei anzurufen aber dann dachte ich,schau mal weiter in der Näehe.Habs dann an einem anderen ecke gefunden aber ich konnte mich wirklich nicht erinnern das ich es dorthin geparkt habe.Als ich es dann gefunden habe,war ich vom extra suchen und aufregung fix und fertig,daher konnte ich auch dann nicht mehr los fahren.Nur zur Info,mein Auto benutzt kein anderer,nur ich.Also dann war ich doch ich selber der es dort geparkt hatte.

    Habe jetzt öfters gelesen das manche keine grosse Hoffnungen haben diesbezüglich Reha und Heilung.Ehrlich gesagt bevor ich meine Hoffnung verliere,hoffe ich wirklich das Reha hilft und das ich wieder Arbeiten kann,wieder Fit bin,wieder am Leben teilhaben kann.Trotzdem denke ich das es wirklich für Post Covid Patienten,Extra Fachlich Spezialisierte Ärzte gebraucht wird.Obwohl die Hausärzte es gut meinen sind die leider dafür Unterqualifizert und Überfordert.

    Wünsche uns allen das eine Lösung gefunden wird damit wir Gesund werden...

  • Hallo in die Runde,

    ich kann euch beide da so gut verstehen.

    Ich hab’s auch nach so langer Zeit immer noch nicht kapiert, dass die Krankheit sehr wellenförmig verläuft.

    Geht es mir ein paar Tage besser, habe ich sofort ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht arbeite. Oft überfordere ich mich dann auch, weil ich mir dann viel zu viel vornehme. Dann kommt wieder ein Crash und ich merke, WIE krank ich tatsächlich bin.

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